Liebe kann in verschiedenen Facetten vorkommen. Der Versuch einer Definition ist zumeist unzureichend, jedoch sind es oft familiäre, freundschaftliche oder romantische Intentionen, welche der Auslöser für die Beziehung sind.

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Oma Klara – Kleider und ihre Geschichten

Kooperation mit Oma Klara, Secondhand Boutique

Ich freue mich heute besonders über die Kooperation mit Oma Klara! Unsere Konzepte ähneln sich: Ich stelle Liebesobjekte aus, die Menschen sehr viel bedeuten.

Oma Klara gibt geliebte Kleidungsstücke mit einer langen Geschichte an eine neue Generation weiter.

Zwei der Stücke werde ich bis Mitte September 2016 in meiner Sammlung in München-Haidhausen ausstellen.

Liebesobjekte - Vergesst die Liebe nicht - Oma Klara, Kleider und ihre Geschichten

Links: Original 70er Vintage-Kleid Gr. S/36 mit Foto von Oma Bettina am Tag der Konfirmation ihrer Cousine, rechts: Vintage-Kleid Indigoblau, Anfang 90er Jahre, Gr. S/36

Liebesobjekte - Kleider und ihre Geschichten Hippie Kleid Oma Klara

Oma Bettina mit dem schönen roten Kleid, 1975 anlässlich der Konfirmation ihrer Cousine

Liebesobjekte - Vergesst die Liebe nicht - Kleider und ihre Geschichten

Die beiden Kleider von Oma Klara im Museum der Liebesobjekte bis Mitte September 2016

Kleidergeschichte rotes Hippie-Kleid

„Es war auf der Konfirmation meiner Cousine im Jahr 1975. Als ich mit meinem langen Kleid aus dem Auto stieg, streifte es auf dem Boden. Mein Cousine und mein Cousin eilten mir zu Hilfe und hoben mein Kleid an. In diesem Moment wurde das Foto geschossen.

Heute, rund vierzig Jahre später, habe ich mein geliebtes Kleid an Oma Klara weitergegeben in der Hoffnung, dass es seine neue Besitzerin findet.“

Omi Bettina

 

Kleidergeschichte blaues Kleid:

„Dieses zartgemusterte Kleid habe ich zur Hochzeit meiner Tochter in den frühen 90er Jahren getragen. Ich habe das Kleid aufgrund seines besonderen indigoblauen Farbtons und des einzigartigen Schnittes sehr geliebt und es nie über das Herz gebracht, mich von ihm zu trennen. Bis ich von Oma Klara erfuhr.“

Oma Brigitte

 

Liebesobjekte - Vergesst die Liebe nicht - Oma Klara

Das Konzept der Boutique

Bei Oma Klara werden echt Vintage-Kleiderschätze direkt aus den Kleiderschränken von älteren Damen an die jüngere Generation weitergegeben. Durch die Erzählungen der Seniorinnen erfahren die neuen Besitzerinnen mehr zu ihren Vintage-Unikaten. Es findet ein generationsübergreifender Austausch statt, der weit über die Kleidung hinausgeht. Die Seniorinnen werden am Verkaufserlös beteiligt. Durch die Verlängerung der Lebensspanne der Kleidung wird ein Beitrag zur Nachhaltigkeit in der Textilindustrie geleistet.

Webseite & Facebook

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Der Sohn, der ganze Stolz einer Mutter

Hubert Lengdorfer, der ganze Stolz seiner Mutter

Hubert Lengdorfer baut Häuser und Schlösser originalgetreu – innen wie außen – aus Papier und Karton nach. Seine Modelle sind bis zu 2m2 groß. An diesem Zimmer aus Papier und Karton hat er 200 Stunden gearbeitet. 

Liebesobjekte - Vergesst die Liebe nicht - Hubert Lengdorfer

Hubert Lendorfer, „So möchte ich einmal leben“, Gesamtaufnahme

Liebesobjekte - Vergesst die Liebe nicht - Hubert Lengdorfer

Hubert Lendorfer, „So möchte ich einmal leben“, Detailaufnahme

Liebesobjekte - Vergesst die Liebe nicht - Hubert Lengdorfer

Hubert Lendorfer, „So möchte ich einmal leben“, Detailaufnahme

Liebesobjekte - Vergesst die Liebe nicht - Hubert Lengdorfer

Hubert Lendorfer, „So möchte ich einmal leben“, Vergleich mit einer Münze

Hubert Lengdorfer, 22 Jahre, Künstler, zu finden unter: https://www.facebook.com/ARThubertLengdorfer

Als er elf war, fragte mich mein Sohn, ob ich ihm von meiner Arbeitsstelle Kartonagen mitnehmen könne – er wolle das Charmed House in San Francisco als Modell nachbauen. Ich war überrascht und erfüllte ihm den Wunsch. Er fing sofort an und in wochenlanger Arbeit konnte ich jeden Schritt bis zur Vollendung verfolgen.

Ich bin so stolz auf ihn!

Seid ich ihn als extremes Frühchen mit nur 900 g im Brutkasten sah, spürte ich, dass er etwas ganz Besonderes war. Er wurde zwölf Wochen zu früh geboren und kämpfte sich ins Leben. Autodidaktisch hat er sich den Modellbau und das Zeichnen beigebracht, außerdem spielt er wunderschön Geige. Er ist mein Wunderkind und wird es immer bleiben.

(Notizen seiner Mutter)

 

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Blindengerechtes Brettspiel

Der Wunsch der Tochter mit Mama ein Brettspiel zu spielen

Trotz der Erblindung ihrer Mutter wollte Sylvi unbedingt ein Brettspiel spielen. Kurzerhand bastelte sie eine Version des Klassikers, zugeschnitten auf die Bedürfnisse ihrer Mutter.

Liebesobjekte - Vergesst die Liebe nicht - Blindengerechtes Brettspiel

Liebesobjekte - Vergesst die Liebe nicht - Blindengerechtes Brettspiel - Mensch ärgere dich nicht

Dieses Spiel habe ich für meine Mama gestaltet. Meine Mama ist blind. Ich habe nach einer Möglichkeit gesucht, wie ich mit ihr trotzdem zusammen ein Brettspiel spielen kann. Nach langem Überlegen hab ich losgelegt.

Entstanden ist dieses Spiel, ähnlich einem ganz bekannten Brettspiel. Alles kann sie ertasten, fühlen. Wir spielen es sehr gern zusammen und es verbindet uns stark.

– Sylvi.

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Ein neues Liebesobjekt – a new love object from NYC

A new love object reached me safely today – from New York City.

I feel very honored it has been sent to me to be exhibited in my Museum of Love Objects. I’m very touched by it’s story and the love transmitted by the words …

Thank you, Li Araki, and all my best! I will take care of it.

May everybody have a person in life about whom she / he can say:

„I felt her truly unconditional love for me every day of my life.“
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Heart pendant / Herzanhänger

My grandmother, Pearl Ploughman Gryzlo, won this pendant at Coney Island amusement park in Brooklyn, New York when she was a young girl in the 1920s. It passed to me after her death in 2004.

I felt her truly unconditional love for me every day of my life.
Li Araki, Artist from New York City, 2016.
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Meine Großmutter, Pearl Ploughman Gryzlo, gewann diesen Anhänger als junges Mädchen im Coney Island Vergnügungspark in Brooklyn, New York, in den 20er Jahren.Nach ihrem Tod 2004 bekam ich ihn.

Ich spürte ihre aufrichtige, bedingungslose Liebe jeden Tag in meinem Leben.
Li Araki, Künstlerin aus New York City, 2016.

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Selbstgenähtes Memory & Fotobuch

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Memory und Fotoalbum: Fotos auf bedruckbare Bügelfolie gedruckt, dann auf den Stoff gebügelt, genäht.

Neue Liebesobjekte und eine mich besonders rührende Geschichte haben mich von Sylvi erreicht. Ein selbstgenähtes Memory mit persönlichen Fotos bedruckt – was für eine tolle kreative Idee!

„Ich habe dieses Memory und das Buch für meinen schwerstbehinderten Bruder genäht. Er war zwei Jahre alt, als er einen Ertrinkungsunfall hatte.

Damals gaben ihm die Ärzte maximal vier Jahre zu leben – heute ist er 30 Jahre alt!

Er lebt in einer Einrichtung und wird gerade lebenspraktisch ausgebildet. Wenn es gut läuft, kann er bald in einer Werkstatt arbeiten. Daran hätte nie jemand geglaubt.

Ich nähe oft und viel für ihn. Besonders Sachen, die ihn fordern und fördern und trotzdem Spass machen. Er ist durch seine Behinderung sehr grobmotorisch und deshalb werden normale Karten oft zerknickt. Wie er reagiert, kann ich erst nach Weihnachten sagen.“

Ich wünsche Dir und Deinem Bruder von Herzen alles Gute!!

Möwes Bastlenest auf Facebook.

 

 

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Das erste Türchen im handgemachten, Jahrzehnte alten Adventskalender

Ein handgemachter Adventskalender: 25,5 x 33,5 cm. Mehrere Schichten Papier zusammengeklebt. Bemalt mit Buntstiften. Zeit: ? Mindestens 65 Jahre alt.

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Passend zum 1. Dezember habe ich heute das 1. Türchen meines Adventskalenders geöffnet: Es zeigt eine brennende Kerze.

Das Besondere an diesem Adventskalender ist, dass er handgemacht und handgezeichnet ist. Mehrere Schichten Papier wurden zusammengeklebt. Die obere Schicht Papier ist bemalt: eine Leiter, die in den Himmel führt, eine Kirche, Schneelandschaft. Die Türchen sind eingeschnitten. Hinter ihnen befinden sich kleine mit Buntstift gemalte Bildchen.

Was bleibt? Erinnerungsstücke auf dem Flohmarkt – ein zweites Leben?

Ich habe diesen Adventskalender auf einem Flohmarkt erworben. Der Verkäufer erzählte mir, dass er aus einem Nachlass aus der Oberlausitz stammt. Neben ihm wurden Briefe aus den 1930ern bis Ende der 1940er Jahre gefunden, die der Händler bereits verkauft hatte.

Ich finde diesen Adventskalender so schön, weil er zu den heute angebotenen Billig-Schokoladen-Kalendern ein berührendes Gegenbeispiel bietet. Hier hat jemand in einer entbehrungsreichen (Nach)-Kriegs-Zeit viel Gefühl und Mühe hineingesteckt, um ein Kind zu erfreuen.

Dieses Kind hat diesen Adventskalender aufbewahrt über Jahrzehnte … bis zu seinem Tod.

Ich freue mich, dass der Kalender nun bei mir weiterlebt und meinen kleinen Sohn erfreut!

1         brennende Kerze

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Kinderwunsch

Geschwisterwunsch

„Der Wunsch“, brauner Buntstift auf Papier, DIN A4, 2012

M., 38: „Ein sehr frühes Bild unserer Tochter für Mama und Papa. Damals wünschte sie sich unbedingt ein Geschwisterchen und wusste noch nicht, dass ich keines mehr bekommen darf.

Als ich das Bild sah, musste ich weinen. Zu dieser Zeit begann sie zu schreiben – ihren Namen und Mama und Papa und irgendwie Storch – das soll es zumindest heißen.

Man sieht: alles in Gold, alles glänzt, oben links der Storch und unten liegt ein kleines Baby.

Das Bild entstand, als wir im Sommer 2012 im Zoo waren. Dort gibt es Störche und unsere Tochter war fasziniert und Papa erzählte ihr, dass der Storch die Kinder bringt und somit dachte sie, dass jetzt ihr Geschwister-Wunsch in Erfüllung gehen könnte … jetzt, wo wir alle den Storch gesehen hatten.“