Lieben …

Lieben ist wunderschön, tief, erfüllend, intensiv, vielfältig, kraftvoll, wunderbar …

und manchmal grausam …

So auch die Geschichte, die Blog und Buch seinen Namen verleiht: „Schuld war der Fenchel!“

Drei Jahre meines Lebens hat mich dieser Depp von Mann die Verarbeitung gekostet. Drei Jahre waren Männer – mal abgesehen von den Männern in meiner Familie und meinem besten Freund – inexistent für mich. Drei Jahre, in denen ich in einem 100 Jahre alten Jugendstil-Einzelbett schlief – 80 cm breit. Jawohl. Kein Platz!

Doch damit der Leser nach dem Lesen der Geschichte (siehe unten) nicht deprimiert zurück bleibt:

So ging es weiter:

Die drei Jahre ohne Mann gehören zu den besten Zeiten meines Lebens! Freiheit, Reisen, Freunde!

Nach drei Jahren durchstreifte plötzlich ein Alphatier mein Revier. Ich sah ihn deutlich. Nachdem wir zusammen in 80 cm Breite einschliefen, ersetzte ich mein geliebtes Einzelbett durch ein Doppelbett. Er wurde mein Ehemann.

So spielt das Leben … Alles wird gut!
Schuld war der Fenchel!
Fenchel mit Amorpfeil

„Fenchel mit Amorpfeil“
Foto: Volker Rebhan

Schuld war der Fenchel!

[Zweiwöchiger Urlaub in den Tiroler Bergen, Ende April.] Wir hatten Pech: Es regnete in Strömen, tagelang. Wir schliefen unglaublich viel – doch nicht miteinander. Wir rätselten, woran dies so plötzlich liegen konnte, und kamen schließlich auf Folgendes:

Schuld war der Fenchel!

Er musste libidosenkende Inhaltsstoffe enthalten!

Wir hatten enorm viel zu uns genommen: gebraten, roh, als Salat etc.

Nach unserem Urlaub ließ ich einen Amorpfeil schmieden, durchbohrte damit einen Fenchel, der wie ein anatomisches Herz aussieht, und schenkte das kleine Kunstwerk meinem Freund. Ich wollte ihm signalisieren, dass ich ihn ‚trotz dem’ liebte und wir schließlich viele andere Austauschmöglichkeiten hatten.

Epilog: Es sollte unsere letzte gemeinsame Reise sein. Wir waren noch ein halbes Jahr zusammen. Wahrscheinlich hatte er mich schon vor dem Urlaub betrogen.